Von den Usedomer Labradoren
ehemals Labrador vom Kaltenberg

Der Labrador



  

Beschreibung des Labrador Retrievers nach Petra Six:


Der Labrador Retriever ist ein wundervoller Familienhund, wenn er ausgewachsen ist und gut erzogen wurde. Als Welpe und Junghund ist der Labrador temperamentvoll und benötigt viel Zeit und Liebe.
Er liebt es seinem Menschen zu gefallen, liebt das Wasser und das Apportieren.
Labradore lieben Kinder und andere Hunde. Wenn sie artgerecht gehalten werden und ausgelastet sind, hört man sie auch in einer Wohnung kaum.
Sie sind kleine "Freßmaschinchen" und als Herrchen muss man schon ein wenig aufpassen, dass Labbi nicht zu einer etwas fülligeren Knutschkugel wird. Der Labrador hat ein wunderschönes kurzes und glänzendes Fell, welches sehr einfach zu pflegen geht - jedoch im Fellwechsel ist ein guter Staubsauger oder ein Gummibesen in einem Labbi-Haushalt unerläßlich. Der Labrador ist ein Hund, der beschäftigt sein will, der regelmäßig Übungen und Lob braucht. Eine Hundeschule ist für den so menschenfreundlichen Labrador im Junghunde-Alter besonders wichtig, damit er lernt nicht zu springen, nicht an der Leine zu ziehen und vieles, vieles mehr..............

Nun zu offiziellen Beschreibungen des Labrador Retrievers:

 

Der Retriever ist ein typischer Jagdhund, der seine Heimat in England hat. Der Name stammt aus dem englischen „ to retrieve“ gleich herbeibringen, heranholen. Er sollte also geschossenes Flugwild etc. herbeibringen. Dazu musste er gut abzurichten sein, sehr gut schwimmen können und ein dichtes Fell (für die ungemütlichen Tage) besitzen. Diese allgemeinen Fähigkeiten eines Jagdhundes finden wir auch bei vielen anderen Hunderassen. Aber besonders die guten Schwimmeigenschaften, Disziplin und das gute Apportierverhalten zeichnet den Retriever aus. Sie sind wasser- und wetterfeste Jagdhunde. Dank ihrer hohen Intelligenz finden sie sicher die Beutestücke, ohne lange zu suchen. Und ihr weiches Maul ermöglicht den Transport der Beute, ohne sie zu beschädigen.  

 

Herkunft:
Der gemeinsame Ursprung der Retriever liegt in Neufundland und Labrador. Wobei die Retriever nicht von den ursprünglichen Nordlandhunden Labradors abstammen, sondern von dort später zugewanderten Hunden. Der genaue Ursprung liegt jedoch noch im dunkeln. Bis zur Jahrhundertwende bleibt der Labrador-Retriever auf dem Kontinent noch völlig unbekannt und wurde erst im 20.Jahrhundert als eigene Rasse geführt.

Verwendung:
Heute ist der Labrador Retriever überwiegend ein beliebter  und gutmütiger Familienhund.
Weiterhin wird er als Jagdhund, Therapiehund, Blindenhund, Hund für die Wasserwacht, Rettungshund und beim Zoll und der Polizei als Spürhund verwendet.
 

 

Wesen:
Der Labrador-Retriever ist ein sehr gutmütiger Hund mit einem freundlichen Wesen. Er ist gehorsam, treu, gut zu führen und arbeitswillig. Als Jagdhund kommt er gut mit fremden Menschen und anderen Hunden zurecht. Sie sind sehr menschenfreundlich und geduldig mit Kindern. Auch anderen Haustiere kommen gut mit ihnen klar. Als Wachhunde sind sie dagegen völlig ungeeignet. Auch Aggressionen sind ihm fremd. Sie sind sehr arbeitswillig, diszipliniert und lernbegierig.


Rassestandard:

Nach dem FCI-Rassestandard ist ein Labrador-Rüde 56 bis 57 cm groß (Widerristhöhe),
eine Hündin 54 bis 56 cm groß.
Kleine Abweichungen in der Größe werden toleriert.

Nach dem AKC-Rassestandard ist die Widerristhöhe eines Rüden 57,2 - 62,2 cm,
Hündinnen 54,6 - 59,7 cm.
Geringfügige Abweichungen von der Größe geben Punktabzug.

Labrador Retriever gibt es in den Fellfarben einfarbig schwarz, braun und gelb. Gelb reicht von weiss über hellcreme, beige bis fuchsrot.

Die Fellfarben gelb und braun sind bei der Fellvererbung rezessiv gegenüber schwarz.

Die Farben silber (aufgehelltes braun), charcoal (aufgehelltes schwarz) und champagner (aufgehelltes gelb) sind nach AKC-Standart zulässig und werden mit chocolate, yellow und black beim AKC in die Ahnentafeln eingetragen und nicht mit der eigentlichen Farbe. In manchen deutschen Zuchtvereinen werden bereits die Farben weiss, foxred, silber, charcoal und champagner in die Ahnentafeln eingetragen - nicht aber bei dem FCI angehörenden VDH.

Ein kleiner weisser Brustfleck ist sowohl nach FCI- als auch nach AKC-Standard anerkannt, aber nicht erwünscht.

Bolo Pads oder auch Bolo Pfoten



sind weiße Haarbüschel zwischen den Ballen und/oder oberhalb der Ballen, denen man nachsagt, dass sie auf den legendären FT Champion Banchory Bolo - der vermutlich einflussreichste Labrador in der Geschichte der heutigen Labradorzucht zurück zu führen sind.



Er wurde erster Dual Champion. Dual Champion bedeutet, das dieser Labrador nicht nur ein erfolgreicher Arbeits- sondern auch ein erfolgreicher Ausstellungshund, ein sogenannter "Dual Purpose", war. Die Besitzerin von Bolo, Lady Lorna Contess Howe war Mitbegründerin des 1916 gegründeten Britischen Labrador Retriever Clubs. 

Fell:
Sein Fell ist kurz, ungewellt und dick. Das Unterfell ist sehr dicht und hält ihn warm. Der Labrador Retriever ist immer einfarbig.


Körperbau:
Der Labrador Retriever ist ein kräftig gebauter, gut bemuskelter Hund mit breitem Schädel. Sein Erscheinungsbild wird im FCI-Rassestandard als „stark gebaut, breiter Schädel, breiter und tiefer Brustkorb, breit und kurz in Lendenpartie und Hinterhand“ sowie als sehr aktiv beschrieben. Er ist von freundlicher Natur, ohne eine Spur von Aggression oder unangebrachter Scheu. Ausgeprägt ist sein Wille zu gefallen (engl. „will to please“).
 
Rassetypisch für den Labrador Retriever ist die sich zur Spitze verjüngende, in Höhe der Rückenlinie angesetzte und verlaufende Otterrute. Unter dem kurzen Fell des Labrador Retrievers befindet sich eine wasserdichte Unterwolle. Die mittelgroßen Ohren werden dicht am Kopf getragen und sind weit hinten angesetzt. Der Fang ist von mittlerer Länge, kräftig und nicht spitz. 

 

Obwohl es nach dem gültigen Rassestandard nur einen Labrador gibt, haben sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur in England, mehr noch in Ländern auf dem europäischen Kontinent „Showlinien“ mit einem kompakteren Typ und leichter gebaute „Arbeitslinien“, so genannte „Field Trials“, auseinander entwickelt. Dem Rasseideal kommt sicher der klassische „Dual Purpose“-Typ, der „work“ und „show“ auch im Typ harmonisch miteinander verbindet, am ehesten nahe. 

 

Zusammenfassend kurz gesagt:
Ein ganz toller Hund mit einem ganz tollem Wesen.